Beute – Michael Crichton

Wer seinen Chef beim Betrügen erwischt fliegt raus und ist dann ganz schnell Hausmann. Jack kümmert sich also um die Kinder und das Essen – aber eigentlich ist er Biotechnologe. Und weil nicht jeder weiß was ein Biotechnologe so macht kriegen wir am Anfang des Buches erst mal ’nen Crashkurs. Es geht um Nanotechnologie, also um winzigste Computer – kleiner noch als Blutkörperchen. Man könnte zum Beispiel jede Menge von diesen Computern mit Kameras ausrüsten, sie in die menschliche Blutbahn bringen, und dann genau gucken wo im Körper was nicht stimmt.

Dafür muss man solche Minicomputer aber erst mal dazu bringen sich wie ein Bienenschwarm zu verhalten und auch zusammenzubleiben damit viele Minikameras ein ganzes Bild liefern – das heißt: in gewisser Hinsicht müssen sie sich verhalten wie ein lebender Organismus. An dieser Technologie hat Jack mit seinem Team gearbeitet bevor er Hausmann wurde, an dieser Technologie arbeitet auch die Firma bei der seine Frau Managerin ist. Die Forschungsstation liegt mitten in der Wüste und natürlich geht dort was schief. Zunächst merkt Jack nur, dass sich seine Frau merkwürdig verhält.

Er vermutet erst mal eine Affäre, was ja schon schlimm genug wäre, stellt dann aber fest dass ihr Verhalten was mit den Vorgängen in dieser Forschungsstation zu tun hat. Da man dort mit den Problemen nicht zurecht kommt wird Jack als Berater geholt und trifft in der Wüste mit all seinen früheren Mitarbeitern zusammen.

Sie haben es tatsächlich geschafft solche Nanocomputerschwärme zu basteln die zusammenbleiben und es auch schaffen durch Erfahrungen zu lernen. Leider sind die Schwärme so klein dass sie durch eine defekte Entlüftung abgehauen sind und nun lernen sie in freier Wildbahn und nicht mehr im kontrolliertem Labor. Sie machen also ihre eigene Evolution durch und das geht rasend schnell. Um selbst zu überleben haben sie nämlich ziemlich schnell gelernt wie töten geht. Jack soll also retten was zu retten ist, aber die Zeit läuft ihm davon.

Vorsicht bei dem Buch – man ist für die Welt verloren bis man es fertig hat. In den letzten Monaten habe ich kaum was spannenderes gelesen und auch noch was gelernt dabei. Ich kann ab sofort mitdiskutieren wenn über Nanotechnologie geredet.

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