Das schwarze Haus – Stephen King und Peter Straub

Hannibal Lector und Jack the Ripper sind nix als Warmduscher verglichen mit dem Fisherman. Der entführt in der amerikanischen Kleinstadt French Landing mehrere Kinder und ermordet sie auf bestialische Weise. Die Cops sind machtlos und bitten Jack Sawyer um Hilfe.

Der wiederum war mal der erfolgreichste Fahnder des FBI, hat sich aber mit Anfang 30 schon pensionieren lassen, wollte in French Landing eigentlich den Rest seines Lebens eine ruhige Kugel schieben, und hat jetzt einen verrückten Serienkiller am Hals.

Fast zeitgleich mit dem Auftauchen des Killers geschehen auch Jack seltsame Dinge. Er findet blaue Rotkehlchen Eier in seinem Autoaschenbecher die er da nie reingetan hat und er hat eigenartige Flashbacks. So versucht er zum Beispiel hektisch seine Mutter anzurufen, obwohl die schon einige Jahre tot ist oder er sieht immer wieder einen schwarzen Mann vor einem alten Karusell, der ihm irgendwie bekannt vorkommt.

Diese Dinge sollen Jack an seine Zeit als 12jährigen erinnern. Damals ist er durch eine Art Parallelwelt gewandert um seine Mutter zu retten. Leider hat er das als Erwachsener alles vergessen, dabei ist es enorm wichtig dass er sich wieder an diese Reise erinnert. Denn der Killer wird von einem Wesen aus dieser Parallelwelt gesteuert.

Jack ist auch so ziemlich der einzige Mensch der zwischen diesen beiden Welten wandern kann und als er das endlich begreift findet er auch einen Hinweis über den Verbleib des zuletzt entführten Kindes. Dieser Junge ist nämlich noch nicht tot und Jack kann ihn retten – zusammen mit einem Team aus langhaarigen Rockern und der Polizei.

Das schwarze Haus ist eigentlich die Folgegeschichte des Buches „Der Talisman“. Da erzählen uns Stephen King und Peter Straub nämlich die Geschichte von Jacks Reise als 12jähriger durch jene Parallelwelt.

Und wenn sich zwei der erfolgreichsten amerikanischen Autoren noch mal zusammensetzen um eine Geschichte weiterzustricken dann haben sie es sicher nicht auf Ruhm und Reichtum abgesehen. Ich denke mal sie fanden ihre Idee der Parallelwelt die unsere Welt beeinflusst so spannend, dass sie da noch viele Geschichten finden werden. Und ich werde sie alle verschlingen.

Eins noch: Lasst euch nicht von den langatmigen Anfang des Buches nerven, es wird nämlich ziemlich schnell extrem kompakt und spannend.

Ich mein, Tolkiens ewige Abhandlungen über pfeiferauchende Hobbits am Anfang des „Herrn der Ringe“ sind auch nicht gerade Hitchcock – Verdächtig.

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