Den Chroniken des eisernen Druiden (Trilogie) – Kevin Hearne

Ich mag am liebsten Fantasy, Science-Fiction und Jugendbücher, finde Vampire nur dann interessant wenn sie gefährlich sind, und bin immer auf der Suche nach Geschichten, in denen auch mythologische Gestalten vorkommen. Und ich liebe Hunde – die kommen aber eher selten in solchen Büchern vor. Bis jetzt!

In den Chroniken des eisernen Druiden spielt einer sogar die Hauptrolle – was ist das für ein Typ? Er heißt Oberon, ist ein irischer Wolfshund und kann mit seinem Herrchen per Gedankensprache reden. Trotzdem ist er ein Hund, und Fressen oder gut gekämmte Pudeldamen sind ihm wichtiger als philosophische Unterhaltungen. Sein Herrchen ist Atticus, zunächst mal ein junger Typ der einen esoterischen Laden in Arizona betreibt. Tatsächlich aber ein über 2100 Jahre alter Druide, der eigentlich nur seine Ruhe haben will. Deshalb auch die Wüste von Arizona, da ist die Götterdichte nicht so hoch. Und er kennt sie alle. Die keltischen oder die indianischen, sogar die christlichen – Maria ist übrigens ne echt nette Frau.

In erster Linie geht’s aber um die keltischen Götter, und einem von denen hat Atticus mal ein mächtiges Schwert abgenommen. Der will das wieder haben, und als er Atticus in Arizona mit Hilfe des Internets auftreibt, hetzt er ihm ne Menge Feengesocks auf den Hals. Und schon sind wir mittendrin in einer ziemlich spannenden Actiongeschichte. Es gibt Werwölfe und Vampire, beides übrigens Anwälte von Atticus, es gibt einen polnischen Hexenzirkel, eine indische Gestaltwandlerin und, immer wieder mit einem großen Auftritt, die keltische Totengöttin Morrigan.

Das Buch ist so herrlich lakonisch geschrieben, Atticus ist mir extrem sympathisch, und das nicht nur, weil er seinen Hund liebt – der für einen Hund auch schon ganz schön lange lebt, aber Herrchen ist ja ein Druide.

Es ist auch zum piepen, wenn Atticus Besuch von den alten Göttern bekommt, und sich dann demensprechend benehmen muss. Etikette und so. Oder wenn seine Anwälte mal wieder die Sauerei entfernen müssen, die seine kleinen Gemetzel hinterlassen. Einer von ihnen hat nämlich leichenfressende Ghule auf der Kurzwahltaste – die machen alles weg.

Ich habe mich jedenfalls richtig amüsiert. Atticus fackelt nicht lange, und deshalb kriegen die Bösen auch schön auf die Fresse. Philosophisch ist das nicht, teilweise noch nicht mal politisch korrekt, aber saukomisch.


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Ein Kommentar zu “Den Chroniken des eisernen Druiden (Trilogie) – Kevin Hearne

  1. Habe seinerzeit den Buchtip über SWR3 zufällig aufgeschnappt-und mittlerweile alles gelesen, was der Herr Hearne in dem Zusammenhang geschrieben hat (gottseidank schreibt der einfacheres Englisch…) Klasse Geschichten, vielen Dank für den Tipp, Frau Tück!

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