Eislandfahrt –  Elisabeth Arthur

„Mein Name ist Morgan Lamont. Wenn ich nun endlich beginne, diese Geschichte zu erzählen, verweile ich an einem Ort, den nur wenige meiner Leser jemals besucht haben werden – es ist ein rauer Ort, ein schöner Ort. Soweit ich weiß, ist hier noch niemals ein Mensch zur Welt gekommen. Viele allerdings sind hier gestorben.“

Gemeint ist die Antarktis, und genauer: Der Südpol. Morgan Lamont erzählt uns in dem Buch Eislandfahrt nicht nur die Geschichte ihrer Expedition, sondern auch ihre Lebensgeschichte. Schon ihr Geburtstag hat was mit dem Südpol zu tun. Genau 50 Jahre nach dem Todestag von Robert Scott, dem Mann der das Rennen zum Südpol gegen Amundsen verloren hat und auf dem Rückweg auch gestorben ist, kommt Morgan zur Welt.

Sie ist fasziniert von diesem Mann, und sie will beweisen, dass Scott den Weg zum Südpol sehr wohl schneller geschafft hätte, wenn damals besseres Wetter gewesen wäre. Und so stellt sie, finanziert von ihrem Großvater, eine Expedition zusammen, die unter den Bedingungen von 1912 genau auf Scotts Weg zum Südpol marschieren soll.

Ihr Team besteht unter anderem aus alten Freunden, einem Exlover und Studienkollegen die wir als Leser nicht nur einfach so präsentiert bekommen, sondern tatsächlich genau wie Morgan kennen lernen können. Denn die tatsächliche Expedition ist nur der zweite Teil des Buches, vorher erfahren wir alles über Morgans Leben und über ihre teilweise fanatischen Einstellungen zu Themen wie Umweltschutz, Freundschaft und Wissenschaft.

Außerdem hab ich viel gelernt über die gesamten Expeditionen zum Nord und Südpol, und so was find ich ja richtig gut. Eine spannende Geschichte, sehr liebevoll geschrieben und ein gesundes Halbwissen bleibt auch noch hängen. Gäbe es Morgan Lamont wirklich, ich würde ihr sofort schreiben dass ich sie auf’s höchste bewundere.

Aber Vorsicht: In diesem Buch wird viel gefroren, es ist meistens saukalt draußen. Deshalb hab ich’s extra im Sommer gelesen, denn im Winter hab ich eh schon oft genug kalte Füße.


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Ein Kommentar zu “Eislandfahrt –  Elisabeth Arthur

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