Kalix Werwölfin von London – Martin Millar

Kalix, also unsere Werwölfin, ist viel zu dünn, hat ne mächtige Klatsche, ist Laudanumsüchtig, ziemlich abgerissen und extrem gefährlich.

Glücklicherweise gerät sie in London an zwei Studenten, eine Gothicschönheit namens Moonglow und den kleinen Normalo Daniel. Die kümmern sich ein bisschen um Kalix, aber es ist schwierig, die lässt nämlich niemanden an sich ran. Trotzdem hat sie bei den beiden erst mal ein Dach über dem Kopf und auch was zu essen.

Die Beziehung zu ihrer Familie ist auch sehr angespannt, nachdem sie den alten Fürsten der Werwölfe so vermöbelt hat, dass der wenig später stirbt. Ihr Vater übrigens. Die Werwölfe in ihrer Familie sind deshalb auch nicht besonders gut auf sie zu sprechen, besonders ihr Bruder nicht, der jetzt Fürst werden will, aber keine Mehrheit im Rat hat. Werwolfpolitik ist ein bisschen komplizierter als Menschenpolitik, denn wenn sich Werwölfe verwandeln, sind sie nicht mehr besonders vernünftig, dafür aber umso gewalttätiger und sie wollen Rache für den toten Fürsten

Kalix hängt also in London rum, und der halbe Werwolfclan ist hinter ihr her. Das ist die Grundgeschichte, und jetzt kommen, wie immer bei Martin Millar, die ganzen schrillen, teils liebenswerten, teils ebenso kaputten Typen wie Kalix und bringen viel Farbe in die Story. Ihre Schwester Thrix zum Beispiel. Die ist Modedesignerin, Werwölfin, klar, aber auch Zauberin. Und ihre beste Kundin ist die Königin der Feuergeister. Die interessiert sich weniger für ihr Königreich dafür mehr für Schuhe und Klamotten.

Oder die beiden bekloppten Zwillings – Werwolf – Schwestern die ne Punkband haben, aber immer viel zu vollgedröhnt sind wenn sie auftreten. Oder, oder, oder. Martin Millar kriegt die aber alle unter, die ganzen kleinen und großen Geschichten rund um seine Figuren. Und er schafft es, dass einem keiner zu sympathisch wird, denn alle haben eigene Interessen. Alle bis auf Kalix, der wirklich alles egal zu sein scheint.

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